it_sux

mein leben - mein weg

mein leben ungeschminkt

ich war ein kind. zufrieden mit dem leben wie es war.
ich hatte einen besten freund. er ist 8 jahre älter als ich. seit ich drei war, waren wir total gute freunde. machten alles zusammen.
wir waren wie geschwister. alles war normal. bis ich 8 war.
auf einmal sollte ich ihn küssen. "wir sind ja so gute freunde. das gehört sich so". ich dachte mir nichts dabei, glaubte ihm. wie sollte ich es auch besser wissen? er wurde mit der zeit immer fordernder. immer hieß es, das macht man so unter freunden, es ist normal.
nach einigen monaten, vergewaltigte er mich. ich wollte mich wehren, aber meine hände rührten sich nicht. ich redete auf ihn ein, weinte, bettelte, aber er sagte nur "wir lieben uns doch. das muss so sein". ich hatte angst, war panisch, wollte nur noch weg. doch er ließ mich nicht. hielt mich in seinen armen fest.
nach diesem erlebnis brach ich den kontakt mit ihm ab. verdrängte alles. lebte einfach weiter wie bisher.

die folgen:
seit diesem erlebnis ist meine kindheit vorbei. damals war mir das nicht so bewusst. erst jetzt merke ich, wie viele kindheitserlebnisse mir fehlen
wegen ihm war ich ein jahr raucherin
er zeigte mir auch drogen: extasy nahm ich öfter in dieser zeit
das verdrängte kommt nach und nach wieder in mein bewusstsein
ich kann keinem typen mehr vertrauen
ich habe angst vor der dunkelheit
ich habe angst vor den träumen, die immer wiederkommen
ich hasse meine hände (hände sollten sich wehren, oder?!)
ich hasse meinen körper (er sagte immer: "du siehst toll aus! wie eine richtige frau")

vergewaltigung ist für mich ein tabu-wort! ich nenns dunkelheit


2. part. der interessantere für euch:
ich war nie dünn. aber es war kein problem für mich.
nach diesem erlebnis hasste ich meinen körper.
ich dachte immer wieder, dass ich endlich abnehmen sollte, wusste aber nicht wie. aß einfach ungesund weiter, dachte aber immer öfter, dass ich hässlich/fett bin.
die gedanken wurden immer mehr. vor 3 jahren wollte ich einfach gesünder essen, mehr sport machen. ging mir aber viel zu langsam.
seit märz 09 wiege ich mich regelmäßig. damals zählte ich noch keine kalos, achtete nicht sonderlich auf meine ernährung, verbot mir nichts.
diese zeiten sind vorbei. ich wiege mich mittlerweile mehrmals täglich, zähle wenigstens überschlagsmäßig kalos, mache so viel sport wie möglich.

3. part. sterben?!
je älter ich wurde, desto mehr depressionen bekam ich. dachte oft daran, meinem leben ein ende zu setzen. mit 12 nahm ich regelmäßig tabletten, einfach damits mir besser ging (versagte kläglich! es half absolut gar nichts) ich dachte öfter an drogen (hatte aber zum glück keine möglichkeit mehr, mir welche zu besorgen!)
ich hatte auch svv (kein ritzen!)
auch heute denke ich noch oft ans sterben. aber diese gedanken werden weniger. ich unterdrücke den willen danach sehr oft, ich bin froh, es immer länger unterdrücken zu können

[ Besucher-Statistiken *beta* ]